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Meine erste Homepage ging 1998 online. Bunt und laut war sie, ein Spielplatz voller Möglichkeiten in einem neuen Medium, in dem Kreativität wichtiger war als Konventionen. Ich habe diese Freiheit genutzt, um zu experimentieren, zu lernen und mich auszudrücken. Im Laufe der Jahre hat sich die Seite weiterentwickelt – minimalistischer, reduzierter, ein Spiegel meines persönlichen und beruflichen Wegs. Hier schreibe ich über Themen, die mich beruflich wie privat bewegen: Künstliche Intelligenz, Produktentwicklung, digitale Innovation und alles, was dazwischen liegt.
Vielleicht weniger bunt als vor 25 Jahren, aber hoffentlich genauso spannend.
Warum eine eigene Homepage 2025 noch relevant ist
Als ich meine erste Website gebaut habe, gab es kaum Möglichkeiten, eigene Ideen mit der Online-Welt zu teilen. MySpace und Facebook existierten noch nicht einmal als vage Idee, und das Internet war vor allem ein Spielplatz für technisch Neugierige. Mit der Zeit tauchten immer mehr Plattformen auf, die es ermöglichten, sich in jedem erdenklichen Format auszutauschen. Ein kurzer Blick auf die wichtigsten Player und ihre Startdaten:
| Startjahr | Plattform | Ăśberblick |
|---|---|---|
| 1999 | Blogger | Blogging-Plattform zum Erstellen und Verwalten persönlicher Blogs. |
| 2003 | MySpace | Soziales Netzwerk mit Fokus auf persönliche Profile und Musik. |
| 2003 | Berufliches Netzwerk fĂĽr Karriereentwicklung und Branchenkontakte. | |
| 2004 | Soziales Netzwerk zum Vernetzen und Teilen vielfältiger Inhalte. | |
| 2004 | Flickr | Foto-Sharing-Plattform fĂĽr Fotografen und Enthusiasten. |
| 2005 | Community-getriebene Diskussionen zu den verschiedensten Themen. | |
| 2005 | YouTube | Video-Sharing-Plattform fĂĽr nutzergenerierte Inhalte. |
| 2006 | Microblogging für Echtzeit-Updates und kurze Textbeiträge. | |
| 2007 | Tumblr | Microblogging-Plattform fĂĽr Multimedia und kreative Communities. |
| 2007 | SoundCloud | Audio-Plattform zum Teilen eigener Musik. |
| 2008 | Spotify | Musik-Streaming-Dienst. |
| 2010 | Visuelle Entdeckung und Sammlung von Ideen und Inspirationen. | |
| 2010 | Foto- und Video-Sharing mit Fokus auf visuelles Storytelling. | |
| 2011 | Snapchat | Kurzlebiges Foto- und Video-Sharing mit Augmented-Reality-Features. |
| 2012 | Medium | Plattform zum Veröffentlichen und Lesen längerer Texte. |
| 2015 | Discord | Sprach-, Video- und Textkommunikation fĂĽr Communities und Gamer. |
| 2016 | Mastodon | Dezentrales, quelloffenes soziales Netzwerk mit föderierten Servern. |
| 2016 | TikTok | Kurzform-Video-Sharing mit Fokus auf kreative und virale Inhalte. |
| 2022 | Bluesky | Dezentrale Microblogging-Plattform mit offenen Protokollen. |
| 2023 | Threads | Textbasiertes soziales Netzwerk fĂĽr Thread-Konversationen. |
Jede dieser Plattformen ist großartig – viele kostenlos oder werbefinanziert. Ich nutze etliche davon täglich und kann mir ein Leben ohne kaum vorstellen. Meine Morgenroutine? Kaffee in der einen Hand, LinkedIn in der anderen. Beim Joggen läuft ein Podcast über Spotify. Auf Reddit verliere ich mich regelmäßig in absurden Rabbit Holes zu hochspezifischen (und unerklärlich faszinierenden) Themen, und YouTube ist meine erste Anlaufstelle, wenn die Waschmaschine mal wieder streikt. Für jede Art von Inhalt gibt es die passende Plattform – die Möglichkeiten für kreative Köpfe sind grenzenlos.
Vom Erstellen zum Konsumieren
Gleichzeitig fällt mir auf, wie all diese Plattformen – und die wachsende Anziehungskraft des Internets auf ein immer breiteres Publikum – unsere Gewohnheiten verändert haben. Es gibt eine schleichende Verschiebung vom Erstellen zum Konsumieren. Es ist so leicht, sich in der Flut großartiger Inhalte anderer zu verlieren. Wenn einen etwas nicht sofort packt, wischt man einfach zum nächsten unterhaltsamen Short weiter. Wir verscrollen im Grunde unsere Freizeit. Dass Social-Media-Sucht offiziell als Krankheit anerkannt ist, kommt nicht von ungefähr.
Dank Twitter habe ich mir angewöhnt, alles in mundgerechte Häppchen zu pressen – was natürlich Spaß macht. Wer schon mal einen viralen Tweet hatte, kennt den Kick. Aber unsere Gedanken werden nicht nur auf Twitter kürzer; sie werden auch in unseren Köpfen kürzer.
Also habe ich mir als Neujahrsvorsatz vorgenommen, mir mehr Zeit zu nehmen, um eigenen Gedanken und Ideen nachzugehen – und sie dann in etwas zu verwandeln, das ich teilen kann. In einer Welt des permanenten Kontextwechsels und digitaler Ablenkungen ist das eine echte Herausforderung. Aber ich bin fest entschlossen, das Handy öfter in den Flugmodus zu stecken und mir den Freiraum zu geben, zu lesen, zu lernen und neue Ideen zum Leben zu erwecken.
Ich freu mich riesig drauf. Los geht’s!